Das Palm Beach Hotel gehört zu den ältesten und nobelsten Adressen auf Gran Canaria. Soweit uns bekannt ist, gibt es dieses Haus bereits seit den 1970-er Jahren. Jedenfalls hört man von den dort meist älteren Gästen, dass diese bereits seit 25 Jahren und auch schon seit mehr als 30 Jahren regelmäßig hierhin kommen.
Das Hotel befindet sich an der Südspitze von Gran Canaria, in Maspalomas und liegt ca. 100 mtr. vom Strand entfernt. Bis nach Playa del Inglés sind es ca. 5 km, bis zum Flughafen ca. 40 km und bis zur Hauptstadt nach Las Palmas ca. 65 km.
Bisher haben wir zwei Aufenthalte dort gehabt, der erste war über Weihnachten 2007 oder der zweite Aufenthalt im November 2009. Natürlich hat es uns gefallen, darum sind wir auch wieder gekommen. Es hat allerdings auch sehr viel mit der Ruhe des Hotels, der gewissen abgeschiedenen Sicherheit und der Möglichkeit sich zurück zu ziehen zu tun. Wenn man will kann man dort seine Ruhe haben, und wer das nicht will ist mit wenigen Schritten direkt außerhalb der fast 3 mtr. hohen Mauern, unmittelbar am Strand von Maspalomas und auch sehr nahe bei den Dünen von Maspalomas.
Bei dem Hotel handelt sich nach eigenen Angaben um ein 5 Sterne plus Haus.
Wir bezweifeln diese Angaben nicht, haben aber weltweit in 5 Sterne Häusern geschlafen und es gab weitaus bessere.
Kommen wir zu den Zimmern und zu den Preisen. Es gibt unterschiedliche Kategorien, wie in allen Häusern und damit verbunden auch unterschiedliche Preise. Wir reden jetzt hier von Preisen von Anfang bis Mitte November, also nicht unbedingt Ferien und Reisezeit. Das billigste Doppelzimmer kostete in dieser Zeit 2009 für zwei Personen inkl. Frühstück 5.160,00 EUR, und ink. Flug von und bis Berlin Tegel mit Airberlin. Die billigste Junior Suite inkl. Frühstück und Flug für zwei Personen 7.792,00 EUR. Der Berliner Volksmund sagt dazu: “Dafür muss eine alte Frau aber lange stricken”…
Natürlich sind 5 Sterne Häuser nicht billig zweifelsohne. Einen fast identischen Preis zahlt man für das 5 Sterne Marriott Hotel in New York, da sind die Zimmer fast doppelt so groß wie im Palm Beach, allerdings ist die Aussicht, jedenfalls meines Erachtens im Palm Beach Hotel auf Gran Canaria um einiges besser, spannender und interessanter, als der Blick auf dem Times Sqare, die mir von der Höhe her eher nur Angst bereitet.
Zurück also zu den Zimmern im Palm Beach, die ich einfach für zu kleine erachte. 21 qm sind mir einfach zu klein um mich dort 14 Tage oder länger wohl zu fühlen. Auch wenn man vielleicht den ganzen Tag im Freien verbringt, so fühlt man sich am Abend schon etwas wie in einem Käfig. Ich jedenfalls, meine Frau ist bestimmt anderer Meinung. Bei unserem ersten Aufenthalt hatten wir die Kategorie A gebucht, das war in der ersten Etage direkt über dem Eingang des Hotels zur Hofseite. Der Blick zum Meer war mangels Höhe nicht möglich und wurde auch durch anderen Bauten verdeckt (siehe Foto).
Bei unserem 2. Aufenthalt waren wir dann schon mutiger und auch bereit etwas mehr auszugeben. Wir buchten dieses mal die Kategorie C in der 6. Etage und bekamen das Zimmer 612. Die Einrichtung des Zimmers erschien uns auch gleich ein wenig komfortabler, auch der Blick vom Balkon zum Strand war sehr ansprechend, obwohl wir auf gleicher Höhe des ersten Zimmers waren allerdings, wie gesagt, 4 Etagen höher, das macht sich bemerkbar. Die Qualität der Matratzen lies mehr als zu Wünschen übrig. Man lag dort drin wie in einer wabbeligen ekligen Masse, und wenn man es so wie wir gewohnt ist auf sehr guten eher festen Matratzen zu schlafen, dann ging dies hier nun gar nicht. Der Matratzentausch funktionierte reibungslos und wurde zwar nicht sofort aber am nächsten Tag durchgeführt.
Leider nicht an der Qualität und vor allem nicht an der Verarbeitung der Zimmer. Der Flachbildschirm des Fernsehers war mir einfach auch viel zu klein, hier wieder der Vergleich mit dem oben schon erwähnten Marriott in New York, da war der Bildschirm ca. 1,40 mtr. breit, hier im Palm Beach allerdings höchstens mal 50 cm.
Aber wie das so immer ist, alles kann noch besser werden. Also buchten wir im November/Dezember 2010 unseren nächsten Aufenthalt. Diesesmal eine Suite in der obersten, der 7. Etage, Zimmer 724. Der eigentümliche Bauspiel der Suite überraschte, denn war es doch nichts anderes als zwei zusammen gelegte Zimmer, und dann auch noch mit zwei Balkonen, die man eigentlich leicht hätte zu einem großen zusammen führen können. Dieses mal gab es dann auch zwei Fernseher mit größerem Bildschirm, einen im Schlafzimmer, den anderen im Wohnbereich. Was nicht so gut war, dass sich beide, obwohl es unterschiedliche Fernbedienungen gab, auch mit der jeweils anderen bedienen lies, im Klartext bedeutete das, wenn man im Schlafzimmer schlafen wollte und den Fernseher aus schaltete, wurde automatisch dieser im Wohnzimmer eingeschaltet. Das war mehr als nervend. Auch in dieser Suite war das Mobiliar schon ziemlich abgeranzt und nicht mehr passend zu einem modernen anspruchsvollen 5 Sterne Haus. Von den Kakerlaken die sich dann in unsere Suite verirrten mal ganz abgesehen.
Großartig wie immer war das Frühstücksbuffet und das Abendessen. Beim Abendessen gab es dann mal das Problem, dass wir Gäste eingeladen hatten mit uns zu speisen, die aber, und so empfand es der Kellner, nicht angemessen gekleidet seien. Was auch immer angemessen sein soll. Bei der Dame gab es kein Problem, bei dem Herren gefiel die Freizeithose und das T-Shirt nicht, das würde nicht zum Ambiente des Restaurants passen. Ich fand es einfach nur unverschämt, denn wenn ich Gäste einlade, möchte ich, dass diese auch bedient und freundlich behandelt werden. Sie durften zwar zum Abendessen bleiben, weil wir ansonsten auch gegangen wären. Als wir dann an der Hotelbar noch einen Abschiedstrink nehmen wollten, wurden unsere Gäste nicht bedient und tatsächlich aufgefordert die Bar zu verlassen. Auch hier stimmte der Ton nicht.
Diese Information hier stammt vom Hotel:
Alberto Pinto wollte das Hotel von allem Überflüssigen befreien und bis zu einem gewissen Grad das Kraftvolle und die Schönheit des ursprünglichen Bauwerks wiederherstellen.
Dieses anspruchsvolle Projekt zeichnete sich durch den intensiven Gebrauch von Farbe sowie die Verwendung solch harter Materialien wie Chrom, Glas, Spiegel, Travertin oder Marmor auf Gemälden mit klaren Linien aus. Dies alles schuf eine neue Nüchternheit und wirkte vor allem einer unangemessenen Übertreibung entgegen.
Die Räume sind bewusst farbig gestaltet und orientieren sich an vier Hauptachsen. Die Räume der ersten Achse sind in Korallenrot und Blau gehalten, die der zweiten in Malve und Grün, die der dritten in Gelb und Türkis und die der letzten in Beige und Braun. Hier zeigt sich, wie sich Alberto Pinto von der Umgebung inspirieren lässt. Die kraftvollen Farben der Wände bilden einen Bezug zur untergehenden Sonne, und die kühleren Farben der Böden erinnern an Meer und Sand. Die stärker allgemein genutzten Bereiche des Hotels wie beispielsweise die Lobby sind moderner gehalten. Hier wurden eher Grundfarben in ruhigeren Tönen verwendet, ohne jedoch auf Kontrastwirkung zu verzichten. Beispiele dafür sind gewagte Kombinationen aus Türkis und Orange, Violett und Rot oder Orange und Fuchsie. Diese kontrastreiche Gestaltung findet sich auch bei der Einrichtung wieder: Chrom und Lack, Chrom und Messing etc. Insgesamt ist das Palm Beach Hotel in Maspalomas als luxuriöses 5 Sterne Hotel gedacht.




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