Unser Kaukasischer Owtscharka Hunder, der Cäsar, war der Grund warum wir uns in den Schweizer Kanton Aargau verirrten. Wobei das “verirren”, gar nicht so schlimm war, denn wir hätten nie in diese romantische Gegend gefunden, um es vorweg zu sagen, es hat sich gelohnt.

Schloss Boettstein in der Schweiz dort im AargauWas wir ja schon seit Jahre wissen und auch schon zur Genüge erlebt haben, ist die Schweizer Hotelerie, ich rede hier nicht von den wunderschönen und geschmacklich ausgezeichneten Restaurant, nein, ich rede von der Qualität der Hotels. Gehören die Schweizer Uhren mit zu den besten Uhren der Welt, so gehören die Schweizer Hotels zu den schlechtesten und teuersten Hotels der Welt, das ist jedefalls unser Gefühl.

In Gansingen einem kleinen Ort im Aargau mit weniger als 1.000 Einwohner (mit Stand Frühjahr 2010 waren es knapp 950), befindet sich die Hundeschule von Hans Schlegel. Die nächst größere Stadt ist Brugg, allerdings mit auch nicht unbedingt nennenswerten Hotels, liegt ca. 20-30min. Fahrtweg entfernt. Sodass wir uns für Schloss entschieden haben, welches auch von der Hundeschule empfohlen wird. Dieses liegt knappe 10min. Fahrtweg von der Hundeschule weg und macht im Internet und auch optisch erst mal einen ganz netten Eindruck. (http://www.schlossboettstein.ch/)

klein und nicht fein die Zimmer

Gästehaus Eingangsbereich

Mit Hund wurden wir nicht im Haupthaus sondern im Gästehaus 1 untergebracht. Es soll trotz allen Meckerns nicht unerwähnt bleiben, dass der Eingangsbereich zum Gästehaus eigentlich sehr nett gestaltet und eingerichtet ist. Auch gibt es dort einen Computer den man kostenlos nutzen kann, auch für die Internet Nutzung. Denn wenn man einen eigenen Anschluss als Wireless LAN auf dem Zimmer für den eigenen Computer anmelden wollte, dann hätte man dafür 25 EUR täglich zahlen müssen. Womit wir auch zufrieden waren, weil wir damit rechnen mussten, dass wegen der Empfehlung der Hundeschule auch andere Gäste mit Hund dort nächtigten. Was aber, wie sich später herausstellt, nicht der Fall war. Obwohl das Hotel noch nicht einmal ein Hotel war, sondern ein , zahlten wir je Nacht dort einen Betrag von 238 Schweizer Franken inkl. 20 Franken für den Hund, umgerechnet sind das ca. 178 EUR je Nacht und das in einem . Wenig würde ich dazu sagen, wenn nun alles “stimmig” gewesen wäre. Leider war das Zimmer, welches zwar sauber hergerichtet war, allerdings nur etwas größer als eine Sardinendose. Ein Doppelbett passte hinein, ein Minischreibtisch und der Hund konnte gerade noch so vor dem Bett liegen, dann wars rippelrappel voll. Aber das aller “Schärfste” war wirklich das Badezimmer, wenn man einen solchen Raum überhaupt als Zimmer bezeichnen darf.

die kleinste Toilette eines Hotels die ich je gesehen habeWer schon einmal mit einem Mobilhome unterwegs war, der weiß wovon ich rede. Und wirklich genau wie in einem Wohnmobil die Toilette ist, genau so war dort das Badezimmer. Der Boden war aus Plastik und bog sich unter meinen 100kg Schritten bedenklich hin und her, eine in einen Raum eingebaute Nasszelle, zwar sauber aber mehr als abenteuerlich. Wenn ich auf der Toilette saß, sties mein linkes Bein ohne es zu bewegen, gegen die Eingangstür, mein rechtes Bein gegen das Waschbecken und die Toilettebrille war so klein, dass ich “Alles”, ich hoffe Sie verstehen was ich meine, hineindrücken musste, damit es sich auch dort befand wo es hin gehörte. Ablagefläche gab es absolut NULL. Spartanisch, minimalistisch wäre weit übertrieben und jeden Morgen, wenn ich den unweigerlichen Gang zur Toilette verspürte, dachte ich daran, dass ich dafür fast 200 EUR je Nacht berapppen durfte.

Natürlich wollen wir auch erwähnen, dass in diesem Haus, also wirlich nur die Zimmer klein, unschön eingerichtet waren und die Toiletten eher dem Zweck dienten die Menschenrechte zu verletzen – es aber dort im Haupthaus ein wunderbares Restaurant gab, in dem wir wirklich jeden unserer 3 Abende dort mit Genuss gegessen haben. Gutes Essen hat seinen Preis, dass wissen auch wir, aber auf dieser Speisenkarte gab es tatsächlich kein Hauptgericht was nicht mind. etwas mehr als 40 EUR kostete, sodass wir mit Vorspeise und einem einfachen offenen Wein für eine Person, auch hier jeden Abend gut und gerne 170 EUR berappen mussten. Echt heftig, aber gute Qualität.

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