Das Hotel liegt mitten in der Stadt, also im Herzen von Budapest, hier fühlt sich jeder wohl, der eine Mischung aus Komfort und Luxus zu schätzen mag. Wir haben dieses Hotel im Juli 2010 besucht, und waren sehr angenehm überrascht, wie sich der Wechsel vom ehemaligen Grand Hotels Royal vollzogen hat. Im Jahre 2003 wurde das Hotel völlig neu gestaltet und es wurde versucht die fast antike Inneneinrichtung zu übernehmen. Auch sollte die historische Fassade übernommen werden, was fast gänzlich geglückt ist. Leider war das Hotel jetzt von außen eingerüstet, so dass wir wenig davon sehen konnten und auch das Foto entsprechend ist, also das HVA Foto ( Haus von Außen).
Ebenfalls wurde auch das Royal Spa möglichst getreu dem Original von 1886 neu renoviert. Leider ist der Spa-Bereich für ein Hotel dieser Größe einfach viel zu klein geraten und man kann dort leider nicht entspannen, schon gar nicht, wenn viele schreiende und kreischende Kinder, so wie in unserem Fall, anwesend sind. Von einer Oase, wie im Hotelprospekt oder auf der Internetseite beschrieben, kann man also wahrlich nicht reden. Im Spa gibt es tropischen Regen, Niagara Fälle, ein Fitness-Center, Massage Behandlungen, Schlamm- und Algenbäder und ein 15mtr. Becken, wie gesagt, alles leider viel zu klein.
Das es sich bei dem Grand Hotel Corinthia wirklich um das schönste Hotel in der Stadt Budapest handeln soll, mag ich zu bezweifeln. Obwohl es wirlich sehr gelungen ist. Aber während unseres Aufenthaltes haben wir auch das Four Seasons besichtigt, welches uns rein optisch noch besser gefallen hat.
Leider gestaltete sich die Anreise von Berlin nach Budapest etwas schwierig. Da wir keine Direktflüge mit Businessklasse finden konnten, war es notwendig mit der Lufthansa über München zu fliegen. Allerding lies die Businessklasse der Lufthansa, und das sei hier nur nebenher erwähnt, sehr zu wünschen übrig, die Sitze waren sehr eng und unbequem, daran änderte auch die überaus freundliche Art der Stewardessen nichts. Auf dem Flug von Berlin nach München, gab es tatsächlich ein Stück Käsekuchen, auf das man von der Qualität und der Quantität auch gerne hätte verzichten können. Direkt eine Sitzreihe hinter mir begann die Economyklasse und ich konnte nicht feststellen wie sich mein Sitz von deren Sitz unterschied, außer, dass ich 1.400 EUR mehr bezahlt habe.
Von München ging es dann in einem Lufthansa Regional Flieger mit Propeller weiter. Auch dieser war nicht unbedingt als komfortabel zu bezeichnen. Hier hätte ich eigentlich von der Lufthansa erwartet, dass man mir bei der telefonischen Reservierung sagt: “…hören Sie, es gibt kaum einen Unterschied zwischen Economy und Business Klasse auf diesen Flügen, sparen Sie doch die 2.800 EUR für beide Personen…”
Leider war das nicht der Fall und ich ärgere mich noch heute, wenn ich an die Flüge denke. Auch der Besuch der Business Lounge war wenig erquickend. Davon gibt es in München, die First Class Lounge, die Senator Lounge und die Business Lounge. Wir hattten 50min. Aufenthalt und bis wir die richtige Lounge gefunden hatten, weil man uns immer wieder weg schickte, war dann die Zeit so knapp, dass wir in München gerade einmal 10min. diese Lounge genießen konnten. Wenn man von genießen sprechen kann, es gab dort eine Spargelcreme Suppe, harte Schrippen, wabbellige saure Gurken und Getränke aller Arten kostenlos. Hätten wir die 2.800 EUR eingespart, hätten wir für 100 EUR im Flughafen besser essen können.
Die Fahrt vom Flughafen Budapest, dort kommt man in Terminal 2 an, bis zum Hotel dauert ca. 30 min. im Taxi und kostet als Festpreis ca. 25 EUR.
Aber zurück zum Corinthia Hotel Budapest. Wir hatten ein Superior Twin Doppelzimmer mit ca. 30 qmtr., wobei ich mir nicht sicher bin, wie unsere ungarischen Freunde auf diese Quadratmeter Zahl kommen. Ich konnte beim Vermessen nur knapp 22 qmtr. feststellen, aber was solls. Die Einrichtung war edel und geschmackvoll, siehe Fotos. Auch das Badezimmer, mit Dusche, Badewanne, Toilette und einem Waschbecken, ausreichend für zwei Personen. Leider fehlte ein Bidet. Rasierspiegel usw. war vorhanden, was nicht besonders bequem war, war die schon sehr eingeengte Toilette zwischen Dusche und Wand und den dort befestigten Tüchern und Toilettenpapier.
Handtücher gab es ausreichend, pro Person zwei große Badetücher, zwei kleine Handtücher und zwei ganz kleine Tücher. Natürlich fehlten auch nicht zwei Bademantel und zweimal Badelatschen. Auch das vorhandene Duschgel war ganz OK. Was nicht funktionierte war die einzige Steckdose im Badezimmer. Dafür war der Fön im Gastzimmer in einer Schublade fest installiert. Allerdings braucht eine Frau mit etwas längeren Haaren mit dieser Sorte Fön gut 30 min. um ihre Haare in Form zu bringen und ein Mann, so wie ich mit relativ kurzen Haaren schon fast 10 min. bis die Haare trocken sind. Da hat man am falschen Fleck gespart. Beim Fernsehen übrigens auch. Denn das Haus wurde im Jahre 2003 neu gestaltet und auch damals gab es schon gute und preiswerte Flachbildschirme die man hätte einsetzen können und nicht diese vorsintflutlichen “Röhrengeräte” die es auf dem Zimmer gab. Ca. 10 deutsche Programme waren zur Auswahl, dazu alle möglichen anderen Sender aus Japan, USA, England und auch welche für unsere arabischen Freunde. Natürlich auch Pay TV mit angeblich 100 Video Filmen, ich konnte allerdings nur ca. 20 finden, dazu noch 3 Erotikprogramme.
Die komfortablen Zimmer (ca. 30 qm lt. Hotelangabe) der Superior-Kategorie (2A/ 1A/3A) sind mit Telefon, TV, kostenfreiem Internetzugang, Klimaanlage, Minibar, Safe, Hosenbügler und Fön ausgestattet.
Wir hatten, wie bereits erwähnt, ein Executive Zimmer mit Zugang zur Lounge gebucht. Hier gab es von morgens bis in die Nacht Erfrischungsgetränke, Snacks, ab Abends alkoholische Getränke. Morgens wurde dort das Frühstück serviert, am Nachmittag gab es eine große Auswahl an Kuchen, Salaten und vielen anderen Köstlichkeiten. Direkt angeschlossen gab es einen Raum mit einem großen Fernseher und mehrere Computer mit direktem Internet Anschluss. Leider ist die Lounge nur mit einem Aufzug erreichbar, was leider zu “Staus” führt.
Ein nicht unerhebliches Manko des Hotels ist die Hellhörigkeit. Da fast alle Zimmer so angebracht sind, dass sie an das schöne Atrium des Hotels angrenzen, hörte man die Musik bis in die späten Nachtstunden, die unten in der Hotelbar gespielt wurde. Nachteilig auch, dass am ersten Morgen bereits um 8 Uhr eine nette junge Dame das Zimmer säubern wollte. Da half die nächsten Tage nur das “Bitte nicht stören”, Schild.
Hier jetzt noch ein paar Informationen zur Stadt Budapest: Budapest – die Weltstadt “an der schönen blauen Donau”.
Der breite Fluss, die Donau, trennt das grüne, bergige Buda von dem großstädtischen, flachen Pest, prunkvolle Brücken verbinden die beiden Stadtteile miteinander. Die Hauptstadt Ungarns hat viel erlebt, ihren Zauber aber nie verloren. Erst zum Ende des Vorletzten Jahrhunderts wurde aus den beiden Städten Buda und Pest die gemeinsame Stadt Budapest.
Ein wirklich traumhaftes Erlebnis bietet sich dem Besucher, wenn er mit der historischen Standseilbahn zum Burgberg in Buda hinauf fährt und von dort oder der Fischerbastei auf die Donau und auf Pest herunter schaut. Der Anblick des imposanten Flusses, des neugotischen Parlaments und der sich dahinter erstreckenden Innenstadt ist wahrlich bezaubernd. Budapest ist reich an Sehenswürdigkeiten. Drei davon – der Burgpalast, der Donaukai und die Andrássy Allee – gehören zum Weltkulturerbe. Nicht minder sehenswert sind das Burgviertel und das Labyrinth im Inneren des Berges, die Fischerbastei, die Stephansbasilika und vieles mehr. Die über 60 Museen in Budapest lassen auch bei schlechtem Wetter keine Langeweile aufkommen. Bei einem Spaziergang durch die Innenstadt mit der bekannten Fußgängerzone Váci ut kann man leicht den Verführungen der Schaufenster oder den süßen Verlockungen der Konditoreien erliegen. Erholung bieten die Grünanlagen, allen voran die Margareteninsel in der Donau und das Stadtwäldchen Városliget, in dem sich u. a. der Zoo und ein Vergnügungspark befinden.






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